Blogbeiträge

Global Monitoring: Die Woche

Landesweite Proteste und Straßenblockaden in Brasilien und eine Schießerei während eines Protestmarsches in Pakistan. Ein Ausnahmezustand aufgrund von Bandenkriminalität in mehreren ecuadorianischen Provinzen sowie die Festsetzung dutzender Touristen durch Indigene in Peru. Zudem noch Veränderungen der COVID-19-Einreisebestimmungen in Algerien, Äthiopien und Peru: Um die Übersicht über alle tagesaktuellen reisesicherheitsrelevanten Vorkommnisse und Entwicklungen zu behalten, bietet A3M seinen Kunden mit dem Destination Manager und dem Global Monitoring zwei zuverlässige Systeme, um im Reisekontext optimal abgesichert zu sein. Es folgt eine Zusammenstellung ausgewählter Global Monitoring Ereignisse der vergangenen Woche im A3M Wochenrückblick.

Brasilien: Landesweite Proteste und Straßenblockaden nach der Präsidentschaftswahl 

Nach der Wahlniederlage des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro gegen seinen Herausforderer Lula da Silva kam es in Brasilien zu landesweiten Protesten. Anhänger des rechten Ex-Präsidenten errichteten Hunderte von Straßenblockaden. Lastwagenfahrer stellten auf Autobahnen ihre LKWs quer, sodass der Verkehr im Land lahmgelegt wurde. Zahlreiche Flüge fielen am Flughafen São Paulo Guarulhos aufgrund der Straßenblockade aus. Tausende von Bolsonaro-Anhängern versammelten sich vor Militärbasen in den Städten São Paulo, Brasilia und Rio de Janeiro und forderten das Militär auf, dafür zu sorgen, dass der demokratisch abgewählte Präsident weiterhin im Amt bleibt. Während die Proteste weitgehend friedlich blieben, wurden bei einer Wahlfeier vor einem Lokal in der Stadt Bela Horizonte vier Menschen durch einen alkoholisierten Schützen verletzt. Eine Person verstarb. Bolsonaro schwieg bis zum zweiten Tag nach der Verkündung des Wahlergebnisses, sodass die Befürchtung bestand, dass er das Wahlergebnis nicht anerkennen würde. Letztendlich akzeptierte Bolsonaro seine Niederlage. 

Pakistan: Waffengewalt in Wazirabad während eines Protestmarsches 

Letzte Woche fand ein Protestzug der Partei Pakistan Tehreek-e-Insaf (PTI) von Lahore nach Islamabad statt. Tausende von Anhängern des ehemaligen Premierministers des Landes Imran Khan nahmen an dem „langen Marsch“ durch den Punjab teil. Der Ex-Cricketstar fordert seit seinem politischem Aus Neuwahlen. Khan wurde unter anderem vorgeworfen, Geschenke von ausländischen Würdenträgern angenommen zu haben. Der daraufhin von jeglichen politischen Ämtern ausgeschlossene Khan bezeichnete derartige Vorwürfe als politisch motiviert. Als Khan und seine Unterstützer in Wazirabad in der Provinz Punjab verweilten, wurde dieser von einem bewaffneten Angreifer angeschossen. Zahlreiche weitere Menschen wurden verletzt. Eine Person wurde tödlich verwundet. Der amtierende Premierminister Shehbaz Sharif verurteilte die Schießerei und ordnete eine sofortige Untersuchung an. In der Vergangenheit wurden bereits mehrere Politiker Opfer von politisch motivierter Kriminalität. Der bekannteste Fall war die Ermordung der ehemaligen Premierministerin Benazir Bhutto bei einer öffentlichen Kundgebung im Jahr 2007. 

Ecuador: Ausnahmezustand in den Provinzen Guayas und Esmeraldas wegen Bandenkriminalität 

In den Küstenprovinzen Esmeraldas und Guayas wurden letzte Woche mindestens neun Gewalttaten durch Bandenmitglieder verübt, bei denen fünf Sicherheitskräfte ums Leben kamen. So sollen beispielsweise in der westlichen Vorstadt von Guayaquil sechs heftige Explosionen stattgefunden haben. Die Angriffe kamen als Reaktion auf die Verlegung von Gefangenen aus überfüllten und von kriminellen Banden kontrollierten Gefängnissen durch Behörden. Daraufhin beschloss die ecuadorianische Regierung, in den Küstenprovinzen Esmeraldas und Guayas den Ausnahmezustand zu verhängen. Zudem wurden Ausgangssperren erlassen. Präsident Guillermo Lasso bezeichnete die Angriffe der immer mächtiger werdenden Drogenbanden Berichten zufolge als eine Kriegserklärung. Seit 2020 sind alleine in den Gefängnissen des Landes mehr als 400 Menschen ums Leben gekommen. 

Peru: Dutzende von Touristen in der Provinz Loreto von Indigenen festgesetzt 

Berichten vom Donnerstag (03.11.) zufolge wurden eine Gruppe von peruanischen und ausländischen Touristen, die auf einem Flussboot unterwegs waren, von Indigenen festgesetzt. Der Vorfall ereignete sich im Bereich der Gemeinde Cuninico in der Provinz Loreto. Die 70-köpfige Gruppe besteht aus Staatsbürgern Perus, der USA, Spaniens, Frankreichs, des Vereinigten Königreichs und der Schweiz. Auch ein deutscher Tourist ist in der Gruppe. Die Indigenen protestieren mit dieser Maßnahme gegen die Untätigkeit der Regierung, gegen eine Ölverschmutzung in ihrem Gebiet vorzugehen. Berichten zufolge soll die Gruppe zwischen sechs und acht Tagen festgehalten werden oder bis eine Lösung mit den Behörden gefunden sei. Die Gruppe werde auf einem Boot festgehalten und sei wohl auf. Sollten alte Menschen oder Kranke dabei sein, dürften diese das Boot verlassen. 

Destination Manager 

In der Welt von COVID-19 kündigten drei Länder in der letzten Woche Lockerungen an.  
Wer nach Südamerika reisen möchte, kann nun wieder ohne Einschränkungen Peru besuchen. Das Land gab bekannt, dass es seit 01.11. alle vorherigen Restriktionen aufhob. So ist kein Impf- oder Testnachweis mehr für die Einreisen erforderlich. 
Auch Äthiopien verkündete, dass durch den Erlass des Dekrets 933/2022 alle Einreiseeinschränkungen wegfielen. So ist auch für die Einreise nach Äthiopien kein Impf- oder Testnachweis mehr erforderlich. Außerdem wurde die Maskenpflicht aufgehoben und gilt nur noch in medizinischen Einrichtungen. 
Waren Reisen in das nordafrikanische Algerien durch Einschränkungen erschwert gewesen, so können Touristen seit 30.10. wieder ohne Testnachweise und verpflichtenden Impfungen das Land bereisen. 

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Author

Pars Alptekin