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Global Monitoring: Die Woche

Ein Brand während eines hinduistischen Fests, ein großflächiger Stromausfall in Bangladesch, ein Lawinenabgang im Himalaya, heftige Ausschreitungen in einem indonesischen Stadion sowie ein Amoklauf im Nordosten Thailands – Ereignisse dieser Art wirken sich auf die Sicherheit von Geschäftsreisen und den Tourismus aus. Damit Sie alle relevanten Ereignisse im Blick haben, stellt A3M das Global Monitoring System bereit. Auf der Plattform können unsere Kunden in Echtzeit an 365 Tagen im Jahr auf Informationen zugreifen, welche unser Travel Security Analyst Team auswertet und bereitstellt. Somit können Sie im Krisenfall bestmöglich reagieren. Es folgt eine Zusammenstellung ausgewählter Global Monitoring Ereignisse der vergangenen Woche im A3M Wochenrückblick.

Indien: Tödlicher Brand während der Durga Puja-Feierlichkeiten in der Region Bhadohi 

Während dem hinduistischen Fest Durga Puja versammeln sich Tausende von Gläubigen in ihren Städten und Dörfern, um an öffentlichen Plätzen den Sieg der Göttin Durga über den Dämon Mahishasura zu zelebrieren. Leider kommt es bei religiösen Veranstaltungen in Indien aber auch immer wieder zu tragischen Vorfällen, die Menschenleben kosten. In der Ortschaft Narthua in der Region Bhadohi im nördlich gelegenen Bundesstaat Uttar Pradesh brach in einem Pavillon, in dem Götterstatuen aufgestellt waren, ein Brand aus. Fünf Menschen, darunter drei Kinder, wurden bei dem Brand getötet. Mindestens 64 Gläubige wurden verletzt. Zum Zeitpunkt des Vorfalls waren 150 feiernde Personen in dem kunstvoll geschmückten Pandal. Die Behörden teilten mit, dass eine Halogenlampe in dem Pavillon überhitzte, woraufhin ein elektrisches Kabel an mehreren Stellen gleichzeitig Feuer fing. In der Vergangenheit kam es auch immer wieder zu tödlichen Massenpaniken bei Pilgerfesten, wie etwa in Varanasi im Jahr 2013. 

Bangladesch: Großflächiger Stromausfall in den meisten Landesteilen 

Wie man in den Medien des Öfteren lesen kann, häufen sich großflächige Stromausfälle weltweit. Südafrika hat seit geraumer Zeit mit langanhaltenden Stromabschaltungen zu kämpfen. Auch Länder wie Pakistan und Sri Lanka sind in der jüngsten Vergangenheit aufgrund von ökonomischen Krisen durch massive Blackouts betroffen gewesen. Letzte Woche kam es nun in Bangladesch mit seinen knapp 165 Millionen Einwohnern zu einem Stromausfall, der auch Großstädte wie Dhaka, Chittagong und Sylhet betraf. Laut einem Sprecher der Dhaka Electric Supply Company Ltd kam die Stromversorgung in allen zentralen und südöstlichen Regionen des Landes zum Stillstand. So waren in den meisten Städten des Landes Straßenlaternen aus und auch Telekommunikationsverbindungen unterbrochen. An den Flughäfen verlief der Betrieb hingegen wie gewohnt. Grund für den plötzlichen Stromausfall sei eine Überlastung des nationalen Stromnetzes gewesen. Nach etwa sieben Stunden war die Stromversorgung im Land wieder hergestellt worden. 

Indien: Zahlreiche Tote bei Schneelawine im Himalaya  
 

Am Dienstag wurden bei einer Schnee-Lawine am Dokrani Bamak Gletscher im Bundesstaat Uttarakhand mehr als 40 Mitglieder des Nehru Institute of Mountaineering (NIM) verschüttet. Dabei wurden mindestens 10 Bergsteiger getötet. Zahlreiche weitere Personen wurden noch Tage nach dem tragischen Unglück vermisst. Allerdings konnten bisher auch mindestens 14 Personen lebend geborgen werden. Lokale Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes und Einheiten der indischen Luftwaffe sind derzeit immer noch mit der Bergung der Verschütteten beschäftigt. Die Rettungsaktion gestaltet sich schwierig, zumal das Gebiet 4.900 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Tödliche Bergsteigerunfälle sind im tückischen Gelände des Himalayas, der Heimat des Mount Everest und mehrerer der höchsten Berggipfel der Welt, keine Seltenheit. 

Indonesien: Tödliche Ausschreitungen nach einem Fußballspiel in Malang 

Es ist der Horror für jeden Stadionbesucher: Randalierende Fußballfans auf dem Feld, ein Großaufgebot der Polizei schreitet ein, eine plötzliche Massenpanik, Tote. Genau dies passierte letzten Samstag in Malang im Osten der Insel Java. Nachdem der javanische Klub Arema im Kanjuruhan-Stadion gegen seinen Rivalen Persebaya Surabaya unterlag, stürmten Fans der unterlegenen Mannschaft das Spielfeld. Sicherheitsbeamte schritten daraufhin mit Tränengas ein. Auch außerhalb des Stadions kam es zu heftigen Ausschreitungen, bei denen etliche Fahrzeuge in Flammen aufgingen. In dem Gedränge an den Ausgängen des Stadions wurden fliehende Fans erdrückt und erstickten. Mindestens 125 Menschen starben bei der Massenpanik. Weitere 320 Stadionbesucher wurden verletzt. Augenzeugen berichteten, dass einige Fußballfans in den Armen der Spieler starben. Der indonesische Präsident Joko Widodo forderte daraufhin die Behörden auf, Sicherheitsvorkehrungen bei Fußballspielen gründlich zu überdenken. Zudem wurde die Aussetzung der Spiele der Liga 1 angeordnet. Es sollte die letzte Stadionkatastrophe der indonesischen Nation sein. 

Thailand: Dutzende Tote bei Amoklauf in einer Kindertagesstätte im Nordosten 

Ein ehemaliger Polizist hat bei einem Angriff mit einer Schrotflinte, einer Pistole und einem Messer in einer Kindertagesstätte im Nordosten Thailands mindestens 38 Menschen getötet. Unter den Opfern der Bluttat, die bei der Ortschaft Utthai Sawan in der Provinz Bua Lam Phu stattfand, waren wohl 22 Kinder sowie eine schwangere Frau. Einige der Opfer waren erst zwei Jahre alt und wurden angegriffen, während sie schliefen. Der Täter verließ anschließend den Tatort und schoss während der Fahrt zu seinem Haus auf Passanten. Zu Hause angekommen erschoss er seine Frau, sein Kind und schließlich sich selbst. Bei dem Angreifer handelte es sich um Panya Kamrab, einen ehemaligen Polizeibeamten, der vor Kurzem wegen Drogenkonsums entlassen wurde. Zwar sei die Waffenbesitzrate in Thailand hoch. Allerdings seien Amokläufe im Land eher selten. Die letzte größere Schießerei war im Jahr 2020, als ein Soldat 29 Menschen in der Stadt Nakhon Ratchasima tötete. 

Weitere Wochenrückblicke des A3M Global Monitoring finden Sie hier.

Author

Pars Alptekin