Blogbeiträge
Global Monitoring Ereigniskarte

Global Monitoring: Die Woche

Der diesjährige Reisesommer wird bestimmt durch Streiks und Chaos im Flugverkehr, Waldbrände, die immer wieder zu Evakuierung von Ferienanlagen und ganzen Ortschaften führen, aber auch durch Stück für Stück wieder eingeführte Corona Schutzmaßnahmen. Um die Übersicht über alle tagesaktuellen reisesicherheitsrelevanten Vorkommnisse und Entwicklungen zu behalten, bietet A3M seinen Kunden mit dem Destination Manager und Global Monitoring zwei zuverlässige Systeme, um im Reisekontext optimal abgesichert zu sein. Es folgt eine Zusammenstellung ausgewählter Global Monitoring Ereignisse der vergangenen Woche im A3M Wochenrückblick.

Demokratische Republik Kongo: Tödliche Zusammenstöße bei Demonstrationen in Goma

Vergangene Woche kam es in der Stadt Goma in der ostkongolesischen Provinz Nord-Kivu zu Angriffen auf den UN-Stützpunkt. Bevor die Demonstranten das Hauptquartier der UN-Friedensmission attackierten, skandierten sie feindselige Parolen gegen die MONUSCO, die Friedensmission der UN in der Demokratischen Republik Kongo. Daraufhin begannen die Menschen, Fenster der Gebäude auf dem Stützpunkt einzuschlagen und den Versorgungsstützpunkt zu plündern. Währenddessen mussten Militärhubschrauber Mitarbeiter der UN in Sicherheit bringen. Sicherheitskräfte gaben zudem Schüsse auf Demonstranten ab, um Angriffe auf das UN-Personal zu verhindern. Behörden zufolge sollen bei den Unruhen mehrere Demonstranten getötet und Dutzende verletzt worden sein. Auch in anderen Städten der Provinz gingen Augenzeugenberichten zufolge Einwohner auf die Straße. So lösten Soldaten gewaltsam Proteste vor dem MONUSCO-Stützpunkt in Butembo auf. Kritiker werfen der MONUSCO vor, nicht genug zu tun, um die seit Jahrzehnten andauernde Gewalt im Ostkongo einzudämmen.

Deutschland: Großer Flugstreik bei Lufthansa

Am Mittwoch strich die größte deutsche Fluggesellschaft Lufthansa wegen eines Verdi-Warnstreiks fast ihr gesamtes Flugprogramm an den Flughäfen Frankfurt und München. Neben den Hauptdrehkreuzen München und Frankfurt kam es aber auch an kleineren Lufthansastandorten in Düsseldorf, Hamburg, Berlin, Bremen, Hannover, Stuttgart und Köln zu zahlreichen Flugausfällen. Bereits am Dienstag wurden Flüge gestrichen und der Streik sorgte noch die ganze Woche für Nachwirkungen. Insgesamt fielen mehr als 1000 Flüge aus, wovon etwa 134.000 Reisende betroffen waren. Die Gewerkschaft Verdi hatte rund 20.000 Angestellte des Bodenpersonals an deutschen Flughäfen zur Arbeitsniederlegung aufgerufen, in den derzeit laufenden Tarifverhandlungen mit der Lufthansa Druck auszuüben. Der Streik erfolgt vor dem Hintergrund eines ohnehin schon chaotischen Reisesommers, da es aufgrund der Corona-Pandemie, massiven Personalengpässen und einer wiedererstarkten Urlaubsnachfrage auch ohne Streiks im weltweiten Flugverkehr zu erheblichen Verwerfungen kommt. Einen aktuellen Erfahrungsbericht eines unserer Analysten zu seiner (unfreiwilligen) Odyssee im derzeitigen Reisechaos finden sie hier.

Papua-Neuguinea: Unruhen während der Wahlen

Dutzende Personen wurden bisher in Papua-Neuguinea während der seit einigen Wochen andauernden Wahlen getötet. Besonders von den Unruhen betroffen war die zentral gelegene Provinz Enga. Tausende Menschen mussten aufgrund der dortigen Unruhen fliehen. Auch letzte Woche gab es Berichte über Gewalt, die von verfeindeten lokalen Banden ausgetragen wurden. So griffen mit Macheten bewaffneter Gangmitglieder Menschen vor Wahllokalen im Nordosten der Hauptstadt Port Moresby an. Auch in anderen Stadtvierteln von Port Moresby wie etwa in Badili, Erima, Gordon, Manu und Waigani soll es zu gewaltsamen Zwischenfällen gekommen sein. Trotz der landesweit erhöhten Polizeipräsenz gelang es den Sicherheitskräften nicht, die Auseinandersetzungen zu verhindern. Die beiden Spitzenkandidaten für das Amt des Premierministers sind Amtsinhaber James Marape und der frühere Regierungschef Peter O’Neill.

USA: Schießerei am Flughafen Dallas Love Field

Letzten Montagmorgen ereignete sich am Flughafen Dallas Love Field in Texas eine Schießerei. Nachdem eine Frau die Flughafentoilette verlassen hatte, zog sie eine Waffe und gab mehrere Schüsse in die Decke des Flughafengebäudes ab. Daraufhin eilten im Gebäude stationierte Sicherheitsbeamte herbei und schossen auf die Frau, die nach ihrer Verhaftung verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Anwesende Flugreisende posteten Videos der Schießerei in sozialen Netzwerken, auf denen Personen am Boden liegend oder hinter Stühlen Schutz suchend zu sehen waren. Ein Tatmotiv liegt seitens des FBI nicht vor. Laut Zeugen soll sich die Frau aber vor der Tat lautstark über ihre Ehe beschwert haben. D Schießerei beeinträchtigte auch den Flugverkehr. Dutzende ankommende Flüge fielen aus. Dabei war dies nicht der erste Sicherheitsvorfall am Love FIeld. Im Jahr 2016 mussten Polizeibeamte auf einen Mann schießen, der die Beamten bedrohte, nachdem er das Auto seiner Ex-Partnerin vor dem Flughafen beschädigte.

Japan: Angriffe von Affen in Yamaguchi

In der Kleinstadt Yamaguchi im Südwesten Japans treiben marodierende Affen ihr Unwesen. Mindestens 50 Personen, vor allem Frauen und Kinder, wurden bisher durch Angriffe der Primaten verletzt. Die Stadtverwaltung ordnete Patrouillen im gesamten Stadtgebiet an. Trotz der gezielten Tötung der Tiere, kommt es weiterhin zu Übergriffen kam. So meldeten Einwohner mehrere Einbrüche durch Fenster und unverschlossene Türen in ihre Wohnungen. Ein 70-jähriger Mann wurde in einem Bett schlafend von einem Affen gebissen, der sich Zugang zu seiner Wohnung verschafft hatte. Nach Angaben von Experten soll es sich bei den Angreifern vor allem um junge Makaken-Männchen handeln, die während des Heranwachsens zu einem immer aggressiveren Verhalten neigen. Zudem sind von Menschen bewohnte Häuser eine einfache Nahrungsquelle für die Tiere. Laut dem örtlichen Verantwortlichen im Bereich der Schädlingsbekämpfung habe es solches Verhalten der Affen im verschlafenen Yamaguchi in der Vergangenheit noch nie gegeben.

Author

Philipp Knoll