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A3M – Die wichtigsten Ereignisse der Woche aus Sicht des Travel Security Analyst Teams

Während in den vergangenen Wochen unter anderem Kälteeinbrüche und Schneestürme nicht zuletzt in Deutschland für Chaos sorgten, konnten wir uns jüngst über angenehme Temperaturen freuen und die Sonne ein wenig genießen. Nichtsdestotrotz beschäftigten uns auch in der vergangenen Woche wieder zahlreiche Vorkommnisse weltweit. So spitzt sich die Lage in Myanmar weiter zu, im Kongo wurde der italienische Botschafter ermordet und in Niger gerieten Demonstrationen in Folge der Parlamentswahlen außer Kontrolle. Hier kommen die wichtigsten Ereignisse der Woche:

Am Montag erreichten uns schockierende Nachrichten aus der Demokratischen Republik Kongo: Im ohnehin äußerst instabilen Osten des Landes wurde der italienische Botschafter bei einem Angriff von Milizen auf seinen Konvoi getötet. Bei der Attacke in der Nähe der Stadt Goma starben neben dem Diplomaten zwei weitere Menschen, zudem wurden mindestens vier Personen entführt. Eine der Geiseln konnte sich mittlerweile befreien, berichten lokale Sicherheitsbehörden. Der Vorfall steht exemplarisch für die Gefährlichkeit in der Region.

Wir bleiben in Afrika: Im Nordosten Nigerias, in der Millionenstadt Maiduguri, kam es am Dienstag zu einem außergewöhnlich heftigen Angriff der Terrorgruppe Boko Haram, die die Region seit Jahren in Angst und Schrecken versetzt. In mehreren Stadtvierteln schossen bewaffnete Männer um sich, außerdem ereigneten sich mehrere Explosionen. Mindestens vier Personen starben, 21 weitere wurden teils schwer verletzt. Auch hier zeigt der Vorfall eindeutig, wie instabil die Lage in diesem Teil Nigerias momentan ist.

Auch die aktuelle Situation in Nigerias nördlichen Nachbarland Niger wir von unserem Team genau beobachtet. Nach Verkündigung der offiziellen Wahlergebnisse der jüngsten Präsidentschaftswahlen am Dienstag flammten in mehreren Städten des Landes blutige Proteste auf. Insbesondere in Niamey im Südwesten Nigers kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Mindestens zwei Menschen wurden getötet. Die höchst angespannte Lage im Land wird durch dir Ereignisse weiter destabilisiert.

Auch außerhalb des afrikanischen Kontinents beschäftigten uns vergangene Woche beunruhigende Entwicklungen. In Myanmar spitzt sich die Lage ein paar Wochen nach der gewaltsamen Machtübernahme durch das Militär weiter dramatisch zu. Landesweit finden beinahe täglich Proteste gegen die Putschisten statt, tausende Menschen gehen auf die Straße – trotz expliziter Gewaltandrohung durch Sicherheitskräfte. Bei aktuellen Ausschreitungen in der Stadt Rangun wurden dabei zuletzt zehn Personen verletzt.

Nicht zuletzt blickten wir diese Woche nach Armenien: In der Hauptstadt Eriwan versammelten sich bereits am Samstag tausende Personen, um gegen den Regierungschef Nikol Paschinjan zu protestieren. Für die kommenden Tage ist mit weiteren Demonstrationen zu rechnen, die Lage gestaltet sich volatil. Im Mittelpunkt der Unruhen steht die schwere Niederlage im Konflikt mit Aserbaidschan vor drei Monaten, bei der Armenien große Teile Bergkarabachs an sein Nachbarland verlor.

Author

Dominik Manal