Blogbeiträge

Schwere Spannungen zwischen Mali und ECOWAS

In dieser Woche kam es zu schweren Spannungen zwischen der malischen Militärjunta und der Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS). Grund für den Streit war die Entscheidung, der 2021 nach einem Militärputsch an die Macht gekommenen, malischen Übergangsregierung nicht wie versprochen 2022 Neuwahlen durchzuführen. Stattdessen will die malische Militärjunta erst nach einer Übergangsperiode von fünf Jahren Präsidentschaftswahlen abhalten lassen. Als Reaktion entschied der westafrikanische Staatenbund seine Grenzen zu Mali zu schließen, ein Handelsembargo und Finanzsanktionen zu verhängen sowie Flüge in das Krisenland zu verbieten. Mitglieder in ECOWAS sind unter anderem die malischen Nachbarstaaten Niger, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Guinea und Senegal. Mali wird seit Jahren von schweren islamistisch-motivierten Terrorattacken heimgesucht und die Sicherheitslage verschlechtert sich trotz einer UN-geführten Stabilisierungsmission zusehends. Doch auch hier droht weiteres Ungemach. Nachdem die malische Übergangsregierung vor Kurzem die berüchtigte russische Söldnerfirma Gruppe Wagner angeheuert hat, steht nun auch das westliche Militärengagement auf der Kippe. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich hat zurzeit etwa 5,000 Soldaten in Mali stationiert und auch für die Bundeswehr stellt Mali mit etwa 1,300 eingesetzten Soldaten ihre größte Auslandsmission dar.

Busunfälle in mehreren Ländern 

In vielen Ländern, die auch von großem touristischem Interesse sein können, spielen Busse eine bedeutende Rolle bei Reisen innerhalb des Landes. Zugleich sind viele dieser Länder auch berüchtigt für die hohe Zahl an Verkehrstoten und die schlechten Straßenbedingungen. In dieser Woche kam es gleich in mehreren solchen Touristengebieten zu tödlichen Unfällen. In Costa Rica verunfallte ein Minibus, der sich Puntarenas auf dem Weg nach Guanacaste befand. Mindestens zwei US-amerikanische und ein Schweizer Tourist wurden dabei getötet. Und auch bei den mehreren Verletzten handelte es sich um ausländische Reisende. Nur wenige Stunden später ereignete sich eine ähnliche Katastrophe nahe der Stadt at-Tur in Ägypten. Ein Bus, der sich auf dem Weg in die Küstenstadt Scharm el-Scheich befand, stieß mit einem anderen Bus zusammen und mindestens 17 Personen wurden getötet, während zahlreiche weitere verletzt wurden. Als Unfallursache wurden überhöhte Geschwindigkeit während gleichzeitig schlechter Sicht durch dichten Nebel angegeben. In Ägypten wurden alleine im Jahr 2020 ungefähr 7.000 Personen im Straßenverkehr getötet. Am späten Dienstag kam es auch in Südafrika zu einem schrecklichen Busunfall bei dem 18 Personen bei lebendigem Leib verbrannten und acht weitere verletzt wurden. Zu dem Unfall nahe der Stadt Mookgophong in Limpopo kam es, als ein Fahrer eines Geländewagens die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und frontal mit einem Bus kollidierte. Obwohl Südafrika eines der am besten ausgebauten Straßennetzwerke Afrikas besitzt, gehört es aufgrund von gefährlichem Fahrverhalten zu den Ländern mit der weltweit schlechtesten Verkehrssicherheitsbilanz.  

Somalia Terroranschlag

Am Mittwoch wurden bei einem Autobombenanschlag nahe des Internationalen Flughafens in Mogadischu zahlreiche Personen getötet und weitere verletzt. Die dschihadistische Gruppe Al-Shabaab bekannte sich zu dem Anschlag, dessen Ziel ein privater Sicherheitskonvoi gewesen sein soll, der Ausländer eskortierte. Al-Shabaab, welche bis 2011 Mogadischu kontrollierte, verübt häufig Bombenanschläge auf Zivilisten an zentralen Orten der Stadt, wie zuletzt erst im November in der Nähe einer Schule. Der Anschlag kommt wenige Tage, nachdem sich die politische Führung Somalias auf einen neuen Zeitplan für die lang verschobenen Parlamentswahlen geeinigt hatte.

Dutzende Tote durch heftige Unwetter in Brasilien

Als Folge von schweren Unwettern im Südosten von Brasilien sind in den Bundesstaaten Minas Gerais und Bahia mindestens 50 Personen ums Leben gekommen. Darunter auch 10 Touristen, die von herabstürzenden Felsbrocken bei einer Motorbootstour erschlagen wurden, dabei kam es auch zu Dutzenden Verletzten. In mehr als 340 Gemeinden wurde der Notstand ausgerufen und etwa 130,000 Personen mussten evakuiert werden. In dem betroffenen Gebiet kommt es immer noch zu weitflächigen Überschwemmungen und Erdrutschen. Außerdem drohen zahlreiche Dämme zu brechen, sollten die schweren Regenfälle in der Region anhalten. Im nur wenig weiter entfernten südlichen Bundesstaat Rio Grande do Sul mussten ebenfalls in etwa 200 Gemeinden der Notstand ausrufen werden, hier allerdings ironischerweise aufgrund einer schweren Dürre ausgelöst von einer anhaltenden Hitzewelle. Laut Experten ist das Wetterphänomen La Niña für die derzeitigen Wetterextreme in Brasilien verantwortlich, allerdings wird auch in diesem Fall der globale Klimawandel als mitursächlich angesehen. 

Ausblick: In Äthiopien schwinden die Hoffnungen auf einen baldigen Waffenstillstand zwischen den Bürgerkriegsparteien. Obwohl Regierungskräfte ihre Bodenoffensive vorerst gestoppt haben, kommt es in der nördlichen Tigray-Region immer wieder zu schweren Luft- und Drohnenangriffen, denen bereits zahlreiche Zivilisten zum Opfer gefallen sein sollen. Unbestätigten Informationen zufolge sollen in der vergangenen Woche sogar mehrere Dutzend Zivilisten in Tigray getötet worden seien.

Auch an diesem Wochenende wird wieder rund um den Globus gegen und unter Covid-Beschränkungen demonstriert. Unter anderem kommt es in Wien, Amsterdam sowie in vielen deutschen Städten zu Demonstrationen. Im Zentrum der koreanischen Hauptstadt Seoul findet am Samstag eine Großdemonstration für Arbeiterrechte statt. In San Salvador werden anlässlich der abgesagten Gedenkfeier für den 30. Jahrestag des den Bürgerkrieg beendenden Friedensvertrages, am Samstag Proteste gegen die Regierung erwartet.