Blogbeiträge

Eine gute Nachricht erreichte die Medien am Donnerstag (09.12.) aus Brüssel: Kroatien kommt dem Schengen-Beitritt durch das grüne Licht der EU-Ratsmitglieder einen weiteren Schritt näher. Bald könnte sich das jüngste EU-Mitglied als 27. Land dem internationalen Übereinkommen zur Abschaffung der stationären Grenzkontrollen anschließen. Wartezeiten auf dem Weg in den Sommerurlaub an der dalmatischen Adria-Küste könnten damit schon bald der Vergangenheit angehören.

Indonesien: Dutzende Tote bei Ausbruch des Semeru

Dunkler Himmel über Java: Am Samstag (04.12.) brach auf der bevölkerungsreichsten Insel Indonesiens ein Vulkan aus. Bis heute wurden dutzende Tote und zahlreiche Verletzte gemeldet. Seither behindern anhaltende Ausbrüche die Rettungsarbeiten. Ganze Dörfer sind unter der Asche begraben, tausende Menschen mussten fliehen. Der Inselstaat Indonesien beherbergt insgesamt 128 aktive Vulkane. Geschätzte 8 Millionen Menschen leben im 10-Kilometer-Ausbruchsradius eines aktiven Vulkans.

Indien: Tödliche Verwechslung in Nagaland

Ebenfalls am vergangenen Samstag (04.12.) eröffnete ein Elitekommando der indischen Armee im nordostindischen Distrikt Mon (Bundesstaat Nagaland) nahe der Grenze zu Myanmar das Feuer auf eine Gruppe Minenarbeiter, die sie für militante Separatisten gehalten hatte. Dabei wurden sechs Personen getötet. Die Tötung der Zivilisten löste vergangenes Wochenende gewalttätige Aufstände der Bevölkerung gegen das Militär in der Region aus, bei denen neun weitere Personen ums Leben kamen.

Die tragische Gewalteskalation in Nagaland ist kein Einzelfall: Nicht zum ersten Mal wird Streitkräften vorgeworfen, gezielt Zivilisten anzugreifen. Der Vorfall hat eine nationale Debatte über den kontroverse Armed Forces Special Powers Act (AFSPA) ausgelöst, welcher Streitkräften weitreichende Befugnisse zur Gewaltanwendung sowie Immunität vor Strafverfolgung gewährt.

Myanmar: Militärjunta tötet zahlreiche Zivilisten

Am Dienstagmorgen (07.12., Ortszeit) stürmten Soldaten der Militärjunta eine Ortschaft nahe der Stadt Monywa und tötete zahlreiche Zivilisten, darunter auch mehrere Minderjährige. Bei dem Angriff handelt es sich lokalen Berichten zufolge um eine Vergeltungsmaßnahme: Bewaffnete Widerstandsgruppen aus der Region hatten zuvor Anschläge auf das Militär geplant hatten.

Die Lage in Myanmar bleibt angespannt: Anfang Dezember wurde die prominente Politikerin Aung San Suu Kyi, die seit 1991 einen Friedensnobelpreis trägt, von einem Sondergericht zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt. Nur wenige Stunden später wurde das Strafmaß auf zwei Jahre Hausarrest herabgesetzt.

Mexiko: Touristen und Soldaten am Strand

Badegäste rannten am Dienstag (07.12.) in Cancún um ihr Leben, als unbekannte Bewaffnete auf Jetskis am Strand landeten und das Feuer auf umstehende Personen eröffneten. Die Angreifer – mutmaßliche Kartellangehörige – feuerten in die Luft, wechselten dann von Uniformen in Zivilkleidung und ergriffen die Flucht. Die Sicherheitslage auf der Halbinsel Yucatán spitzte sich in den vergangenen Monaten immer weiter zu. Erst Ende November wurden deshalb 1.500 Angehörige der Nationalgarde in der Region stationiert.

Ausblick

Die Omikron-Variante stellt immer noch eine große Unbekannte dar, auch für die Reise-Industrie. Die ersten Studien zur Wirksamkeit der Impfstoffe und zur Schwere der Erkrankungen wurden jedoch bereits veröffentlicht. Proteste in Europa halten auch am Wochenende und in der kommenden Woche an – aus unterschiedlichsten Gründen: Am Samstag (11.12.) finden in Frankreich Demonstrationen gegen den rechtsextremen Präsidentschaftskandidaten Éric Zemmour statt. Am Sonntag (12.12.) demonstrieren Menschen in der tschechischen Hauptstadt Prag gegen die aktuellen COVID-19-Einschränkungen. Für Montag (13.12.) wiederum haben sich Landwirte mit Traktoren in Brüssel angemeldet, um gegen kostenschwere EU-Richtlinien zu protestieren. Unterdessen feiert Israel am Dienstag (14.12.) den 40. Jahrestag der Annektion der Golan-Höhen und Nordkorea gedenkt am Freitag (17.12.) dem 10. Jahrestag des Todes von Kim Jong-Il.